In den alten indischen Schriften wie den Upanishaden, dem Epos Bhagavadgita oder den Yoga Sutren des Patanjali ist Gesundheit ein zentrales Thema. Gesundheit wird als Wirkung der Yogapraxis dargestellt und zugleich als Prozessgröße verstanden.

Das Gesundheitsverständnis im Yoga entspricht somit der heutigen prozessorientierten Gesundheitssichtweise, in der Gesundheit als Prozess im Kontinuum zwischen Wohlbefinden (Gesundheit) und Missempfinden (Krankheit) gesehen wird (vgl. Konzept der Salutogenese von A. Antonovsky).

Ein bisschen mehr Details
Folgt man dem indischen Denken ist die Vergänglichkeit der menschlichen Existenz und das Bewußtwerden der Zeitlichkeit die Ursache für Leid verursachende Verstrickungen mit der Welt. Nach Patanjali kleshas und antarayas genannt, handelt es sich um spezifisch Verhaltensweisen, die zwar der Natur des Geistes entsprechen, aber zu unbewussten Spannungen führen und sich in psychosomatischen Störungen und Krankheit manifestieren können. Die Yogamethoden (Yama, Niyama, Asana, Pranayama und Meditation) wurden dazu entwickelt genau diesen Ungleichgewichten entgegenzuwirken, sie zu erkennen und zu meistern.

Wirkung von Yoga

Eine regelmäßige Yogapraxis (die Körperübungen, Atemübungen, Reinigungstechniken, Mediationsformen sowie ethisches Verhalten mit einschließt > Ashtanga Yoga) führt zu körperlicher Stärke und emotionaler Widerstandskraft.

Yoga reduziert Stress und erhöht die Stressresistenz,
führt zu einer gelasseneren Einstellung und positivem Selbstbild,
hilft Bewertungsmuster zu ändern,
hilft negative soziale Strukturen aufzudecken und
vermindert die Toleranz gegenüber schädlichen Lebensbedingungen und -verhalten.

Yoga bietet regelmäßige Bewegung und Entspannung,
führt zu einer verfeinerten Sensibilität gegenüber schädlichen Einflüssen,
hat eine bewusste, verantwortliche und maßvolle Lebensführung, Lust auf gesunde Ernährung und maßvollen Umgang mit Genussmitteln zur Folge.

Die Lebendigkeit die man nach der Yogapraxis empfindet, macht Gesundheit als verbessertes Wohlbefinden erlebbar.

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* Zum Thema Yoga, Gesundeitsförderung und die Wirkung von Yoga:

Füreder, C., Wien, (2010) – “Corporate Yoga – Yoga im Unternehmen – Anwendung des Ashtanga Vinyasa Yoga in der Gesundheitsförderung im betrieblichen Umfeld – Abschlussarbeit zum akademischen psychosozialen Gesundheitstrainer (Betreuerin: Magª. Susanne Stiastny) [PDF]

* Zum Thema Yoga und seine psychischen Auswirkungen:

Marjanovic-Füreder, M., Wien (2010) – “Yoga und seine psychischen Auswirkungen – Eine Follow-up Studie über die Auswirkungen eines mehrwöchigen Yogakurses auf die Persönlichkeit, Spiritualität und Transliminalität der Kursteilnehmer”
(Betreuer: Ao. Univ.-Prof. DDr. Andreas Hergovich) [PDF]